Schnell und einfach zubereitet
Matcha Tiramisu
4 Min. Lesezeit

Matcha Tiramisu ist das einzige Matcha-Dessert, bei dem die Farbe garantiert hält. Kein Ofen, keine Hitze, kein Braunwerden. Dafür entscheidet sich hier alles an einer Stelle, die im Original selbstverständlich ist und die beim Umbau auf Matcha zur Falle wird: der Tränke.
- Arbeitszeit25 Min.
- Kühlzeit4 Std.
- OhneBacken
- Ergibt8 Portionen
Zutaten für eine Form (20 x 25 cm)
- 10 g Matchapulver für die Tränke, gesiebt
- 300 ml Wasser, 80 °C
- 2 EL Ahornsirup für die Tränke
- 500 g Mascarpone, Zimmertemperatur
- 250 ml Sahne, gut gekühlt
- 80 g Puderzucker
- 1 TL Vanilleextrakt
- 200 g Löffelbiskuits (etwa 24 Stück)
- 3 g Matchapulver zum Bestäuben, gesiebt
Dafür brauchst duBio Matcha Tee Pulver – Ceremonial GradeOhne Hitze bleibt die Farbe genau so, wie sie aus der Dose kommt
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Zubereitung in 5 Schritten
- Tränke aufschlagen10 g gesiebten Matcha mit 300 ml Wasser bei 80 °C klümpchenfrei verquirlen, Ahornsirup einrühren. Vollständig abkühlen lassen. Warme Tränke lässt die Creme geronnen aussehen.
- Creme anrührenMascarpone mit Puderzucker und Vanille glatt rühren. Nicht zu lange, sonst wird er flüssig. Sahne separat steif schlagen und in zwei Portionen unterheben.
- Biskuits tunkenJeden Löffelbiskuit eine Sekunde pro Seite in die Tränke, nicht länger. Sofort in die Form legen.
- SchichtenBiskuits, Hälfte der Creme, wieder Biskuits, Rest der Creme. Oberfläche glatt streichen.
- Vier Stunden kühlen, dann bestäubenDer Matcha kommt erst direkt vor dem Servieren durch ein Sieb obenauf. Über Nacht saugt er Feuchtigkeit und wird fleckig.
Die Tränke ist das ganze Rezept
Im Original tränkt man Löffelbiskuits in Espresso. Espresso ist konzentriert, dickflüssig und stark. Ein kurzer Tauchgang reicht, und der Biskuit hat genug Geschmack aufgenommen, bevor er zu viel Flüssigkeit zieht.
Matcha-Tränke ist das Gegenteil: dünn wie Tee und viel milder. Wer sie behandelt wie Espresso und drei Sekunden tunkt, bekommt Biskuits, die auseinanderfallen, und ein Tiramisu, das nach Sahne mit grüner Ahnung schmeckt. Deshalb zwei Gegenmaßnahmen: mehr Matcha, also 10 g auf 300 ml statt der üblichen 2 g, und kürzer tunken, eine Sekunde pro Seite.
Der zweite Punkt ist die Temperatur. Der Matcha muss mit 80 °C angerieben werden, weil er sich in kaltem Wasser schlecht löst. Die fertige Tränke muss aber kalt sein, bevor sie an den Mascarpone kommt. Warme Flüssigkeit auf Frischkäse sieht sofort geronnen aus, und das bekommst du nicht mehr weg.
Das Bestäuben zuletzt. Matchapulver ist hygroskopisch, es zieht Wasser. Auf einer feuchten Creme über Nacht wird aus der samtigen grünen Decke ein fleckiger, dunkler Belag. Im Original passiert dasselbe mit Kakao, es fällt nur weniger auf, weil Kakao ohnehin braun ist.
Warum Matcha überhaupt bitter wird und was die Wassertemperatur damit zu tun hat, steht im Matcha-Ratgeber.
Varianten
Die häufigsten Fehler
Häufige Fragen
Ohne rohe Eier, geht das?
Dieses Rezept kommt ohne aus. Statt der klassischen Zabaione trägt geschlagene Sahne die Creme. Das ist stabiler, sicherer und schmeckt leichter. Kein Kompromiss, sondern eine bewusste Entscheidung.
Wie lange hält es sich?
Zwei bis drei Tage im Kühlschrank, abgedeckt. Der Matcha kommt jeweils frisch obenauf. Einfrieren geht nicht, die Creme trennt sich beim Auftauen.
Kann ich es süßer machen?
Ja, aber nicht über 100 g Puderzucker. Danach überdeckt die Süße den Matcha, und du hättest die 10 g auch weglassen können.
Warum ist mein Tiramisu weiß statt grün?
Weil das Grün nur in der Tränke und im Belag sitzt, nicht in der Creme. Wenn du grüne Creme willst, rühre 5 g gesiebten Matcha in den Mascarpone. Sie wird dann etwas herber.
Geht das vegan?
Ja. Mascarpone durch veganen Frischkäse, Sahne durch aufschlagbare Pflanzensahne, und die Löffelbiskuits gibt es eifrei zu kaufen. Die Creme wird etwas weicher.
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